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Technologie

MCP-Findings-Export & Service-Keys: SnapScan-Ergebnisse für SOAR und KI-Agenten

SecTepe Redaktion
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5 Min. Lesezeit

Findings sind erst dann wertvoll, wenn sie dort ankommen, wo gehandelt wird: im Ticketsystem, im SOAR-Playbook, in der GRC-Plattform, im Chat des Analysten. SecTepe SnapScan bringt dafür einen read-only Model-Context-Protocol-Server (MCP) mit, der die Findings eines Mandanten strukturiert für externe, agentische Systeme öffnet – bewusst positioniert als direkte Antwort auf den MCP-Server von NodeZero.

Was der MCP-Server bereitstellt

Der Server ist single-tenant und ausschließlich lesend. Er stellt eine kompakte, klar abgegrenzte Werkzeugmenge bereit:

  • list_findings und get_finding – Findings auflisten und im Detail abrufen,
  • list_scans und get_scan – Scans und ihren Status einsehen,
  • tenant_summary – eine verdichtete Übersicht über den Mandanten.

Jedes Finding wird dabei angereichert: mit dem CISA-KEV-Signal (wird die Schwachstelle nachweislich aktiv ausgenutzt?), mit dem EPSS-Wert (wie wahrscheinlich ist eine Ausnutzung?) und mit den Proof-of-Exploit-Artefakten aus der Active Exploitation. Ein Agent bekommt so nicht nur „hier ist eine CVE", sondern die Signale, die für die Priorisierung wirklich zählen.

Sicherheit: tenant-gebundene, gehashte Service-Keys

Maschinenzugriff braucht saubere Schlüssel-Governance. SnapScan nutzt dafür tenant-scoped, gehashte API-Keys (snap_mcp_…): Der Schlüssel wird nur als SHA-256-Hash gespeichert, genau einmal im Klartext angezeigt, trägt Rolle und Ablaufdatum und lässt sich weich widerrufen. Angelegt werden Keys über die Konsole (POST /api/admin/console/mcp-keys, RBAC-Berechtigung tenant:manage). Ergänzend gibt es einen service-key-gesicherten REST-Endpunkt für eine Findings-Zusammenfassung.

Bereitstellung über stdio

Der MCP-Server wird über stdio ausgeliefert (npm run mcp) und lässt sich damit direkt an MCP-fähige Clients anbinden – etwa an ein SOAR, an ein Ticketing-System, an SecTepe.Core als GRC-Ziel oder an einen Desktop-Agenten. Der Datenfluss bleibt lesend und governiert: Der Client kann Findings abfragen, aber nichts verändern.

Der Weg in die GRC-Welt

Damit schließt sich der Kreis der SnapScan-Neuerungen: Der KI-Agent und die Runner erzeugen Findings, die CTEM-Loops halten sie aktuell, und der MCP-Export trägt sie – angereichert mit KEV/EPSS – governiert in die Systeme, die daraus Maßnahmen und Nachweise machen.

Fazit

Der MCP-Findings-Export macht SnapScan anschlussfähig an die agentische Werkzeugwelt, ohne die Kontrolle aufzugeben: read-only, tenant-gebunden, mit gehashten Schlüsseln und aussagekräftiger Anreicherung. So werden Pentest-Ergebnisse zu einer Datenquelle, mit der Automatisierung tatsächlich etwas anfangen kann.