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SecTepe.Comm
E-Mail-Sicherheit

SecTepe Mail Security Gateway– E-Mail-Sicherheit im eigenen Mailfluss

Der Gateway prüft jede Mail, bevor sie ins Postfach geht oder Ihr Haus verlässt. Er erkennt Schadsoftware, Phishing und Datenabfluss. Und er holt gefährliche Mails auch nach der Zustellung zurück.

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Auf einen Blick

  • Milter-Scan für ein- und ausgehende Mails
  • ClamAV, YARA, oletools und OCR
  • Anbindung an die Malware-Sandbox
  • DLP, PGP und S/MIME
  • Link-Schutz beim Klick
  • Quarantäne und Rückruf zugestellter Mails

Was ein Email Security Gateway leistet

Ein Secure Email Gateway sitzt zwischen dem Internet und Ihren Postfächern. Es prüft eingehende Mails auf Schadsoftware und Phishing. Ausgehende Mails prüft es auf vertrauliche Daten und verschlüsselt sie bei Bedarf.

Der SecTepe Mail Security Gateway ist dieser Baustein in SecTepe.Comm. Er ist kein eigener Mailserver. Postfächer, Webmail und Spamfilter stellt derMailserver von SecTepe.Comm bereit. Der Gateway hängt sich in dessen Mailfluss ein und ergänzt ihn um die Sicherheitsfunktionen eines Gateways.

Funktionen im Überblick

Viele Funktionen sind ab Werk ausgeschaltet. Sie aktivieren sie gezielt pro Richtlinie oder Mandant.

Scan ein- und ausgehend

Der Gateway prüft jede Mail im Mailfluss. ClamAV, YARA und oletools untersuchen Anhänge. OCR liest Text in Bildern, QR-Codes werden ausgelesen und ihre Links geprüft.

Quarantäne mit Freigabe

Verdächtige Mails landen in der Quarantäne. Admins geben frei oder löschen. Auf Wunsch erhalten Nutzer einen täglichen Digest mit signierten Links zum Freigeben.

Click-Time-Schutz für Links

Links in eingehenden Mails werden umgeschrieben. Beim Klick prüft der Gateway die Adresse erneut. Verdächtige URLs öffnet ein abgeschotteter Headless-Browser und hält Screenshot und Weiterleitungen fest.

Verschlüsselung PGP und S/MIME

Der Gateway verschlüsselt und signiert Mails mit PGP oder S/MIME. Fehlt beim Empfänger ein Schlüssel, kann die Mail über ein sicheres Portal zugestellt werden.

DLP für ausgehende Mails

Regeln erkennen Kreditkartennummern, IBANs, Schlüsselwörter und eigene Muster. Pro Regel legen Sie fest: nur protokollieren, in Quarantäne legen oder ablehnen.

CDR für Anhänge

Content Disarm and Reconstruction entfernt aktive Inhalte aus Office-Dateien, PDFs und Archiven. CDR greift nur bei sauberen Anhängen. Schadsoftware wird blockiert, nicht „repariert“.

Warnbanner und Melde-Link

Verdächtige Mails, die trotzdem zugestellt werden, erhalten einen sichtbaren Warnhinweis. Optional enthält er einen Link, mit dem Nutzer die Mail als Phishing melden.

Signaturen und Empfängerprüfung

Ausgehende Mails bekommen zentral gepflegte Signaturen oder Disclaimer. Die Empfängerprüfung erkennt Tippfehler in Domains und kann eine Mail zurückhalten, bis der Absender bestätigt.

Schutz vor Identitätsbetrug

Der Gateway erkennt Lookalike-Domains, Punycode, gefälschte Anzeigenamen und DKIM-Replay. Er merkt sich das übliche Verhalten von Absendern und meldet Abweichungen.

Nach der Zustellung: Meldung, Rückruf, Archiv

Manche Angriffe fallen erst später auf. Eine Sandbox schlägt nach Minuten an, oder ein Link wird erst nach der Zustellung scharf geschaltet. Für diese Fälle bietet der Gateway mehrere Werkzeuge.

  • Rückruf (Zero-hour Auto Purge): Der Gateway sucht die Mail in allen Postfächern und verschiebt sie in die Quarantäne.
  • Phishing melden: Ein Add-on für Thunderbird fügt einen Button „Phishing melden“ hinzu. Die gemeldete Mail wird analysiert, der Melder bekommt eine Antwort.
  • Automatische Bereinigung (opt-in): Stuft die Analyse eine gemeldete Mail als schädlich ein, entfernt der Gateway sie aus allen Postfächern. Diese Funktion ist ab Werk aus.
  • Mail-Archiv (opt-in): Kopien aller Mails mit Suche, Export und Legal Hold. Das Archiv ist ab Werk aus.

Gezielte Angriffe wie Spear-Phishing kommen trotzdem manchmal durch. Darum lohnt es sich, Mitarbeitende zu schulen, etwa mit unseremPhishing-Simulator. Meldet jemand eine Übungsmail aus einer GoPhish-Kampagne, erkennt der Gateway sie als Simulation und bedankt sich für die Meldung.

So wird der Gateway in den Mailfluss eingebunden

Der Gateway arbeitet als Milter. Das ist eine Schnittstelle, über die ein Mailserver jede Nachricht während der Annahme an einen Prüfdienst übergibt. Der Mailserver wartet auf die Antwort und stellt erst dann zu.

  1. Postfix nimmt die Mail an und reicht sie an den Gateway weiter.
  2. Der Gateway prüft Anhänge, Links, Absender und Inhalt.
  3. Bei ausgehenden Mails setzt er Signatur, prüft Empfänger und verschlüsselt.
  4. Danach folgt Rspamd. Er signiert ausgehende Mails mit DKIM.
  5. Die Mail wird zugestellt, markiert oder in die Quarantäne gelegt.

Die Reihenfolge ist wichtig. Der Gateway steht vor Rspamd, damit seine Änderungen am Text die DKIM-Signatur nicht brechen. Signierte oder verschlüsselte Mails verändert er grundsätzlich nicht. Für den Mailserver Stalwart gibt es eine eigene Anbindung über einen MTA-Hook. Sie nutzen einen anderen Mailserver, etwa Exchange oder Microsoft 365? Die Anbindung prüfen wir gern auf Anfrage.

Zusammenspiel mit Sandbox, SIEM und SecTepe.Core

Der Gateway arbeitet nicht allein. Verdächtige Anhänge gehen an dieMalware-Sandbox. Vorher prüft eine schnelle Vorauswahl, ob eine Datei überhaupt aktiven Inhalt hat. Eine einfache Rechnung als PDF ohne Skripte muss nicht in die Sandbox. Die Sandbox ist ein eigenes Produkt. Sie können sie auch ohne Gateway nutzen, etwa für Ihr EDR oder Ihr SOC.

Bei klaren Treffern startet ein Playbook. Es holt verwandte Mails zurück, sperrt die Absender-Domain und schickt einen Alarm an Wazuh. Dort sehen Sie ihn imSIEM von SecTepe.Comm. Absenderadressen kürzt der Gateway dabei auf die Domain.

Gefundene Indikatoren wie URLs, Domains und Hashes gibt der Gateway an dieThreat Intelligence von SecTepe.Coreweiter. Für Endgeräte gibt es mit SecTepe EDReinen eigenen Baustein.

Optional: KI-Unterstützung

  • Ein Sprachmodell bewertet den Inhalt und erkennt CEO-Fraud oder Gutschein-Betrug.
  • Der KI-Analyst fasst Sandbox-Ergebnisse zu einem kurzen Bericht zusammen.
  • Beides läuft nur, wenn Sie ein Modell einrichten. Auf Wunsch nutzen Sie dafür einen eigenen GPU-Server.

Secure Email Gateway oder reiner Spamfilter?

Ein Spamfilter sortiert unerwünschte Werbung und bekannte Bedrohungen aus. Ein Gateway geht weiter. Die Tabelle zeigt, was in SecTepe.Comm der Mailserver mit Rspamd leistet und was der Gateway ergänzt.

AufgabeMailserver mit SpamfilterMit Mail Security Gateway
Spam und Bayes-FilterJa (Rspamd)Ja, Rspamd bleibt aktiv
Virenscan von AnhängenJa (ClamAV)Zusätzlich YARA, oletools, OCR
Verhalten von Anhängen prüfenNeinJa, über die Malware-Sandbox
Links beim Klick prüfenNeinJa (opt-in)
DLP für ausgehende MailsNeinJa
Zugestellte Mails zurückholenNeinJa
Alarm im SIEMNeinJa, über Wazuh

Häufige Fragen zum Mail Security Gateway

Was ist ein Email Security Gateway?
Ein Email Security Gateway prüft Mails, bevor sie im Postfach landen oder Ihr Unternehmen verlassen. Es sucht nach Schadsoftware, Phishing und Datenabfluss. Je nach Ergebnis stellt es zu, markiert, verschlüsselt oder hält die Mail in der Quarantäne fest.
Ersetzt der Gateway meinen Spamfilter?
Nein. Im Mailserver von SecTepe.Comm filtert weiterhin Rspamd den Spam. Der Gateway läuft als zusätzlicher Milter im selben Mailfluss. Er übernimmt Aufgaben, die ein Spamfilter nicht abdeckt: Sandbox, DLP, Verschlüsselung und das Zurückholen bereits zugestellter Mails.
Was passiert, wenn eine Mail erst nach der Zustellung als gefährlich gilt?
Dann kann der Gateway sie aus allen Postfächern zurückholen und in die Quarantäne verschieben (Zero-hour Auto Purge). Das gilt auch für Mails, die ein Mitarbeiter als Phishing meldet. Die automatische Bereinigung ist standardmäßig aus und wird von einem Admin bewusst eingeschaltet.
Muss ich alle Funktionen sofort nutzen?
Nein. Viele Funktionen sind ab Werk ausgeschaltet, etwa Warnbanner, Link-Umschreibung, Signaturen, Archiv und Empfängerprüfung. Die Empfängerprüfung startet zudem im reinen Beobachtungsmodus. So schalten Sie Schritt für Schritt zu, ohne den Mailfluss zu stören.
Verlassen meine Mails das eigene Netz?
Die Prüfung läuft im Gateway selbst. Die KI-Funktionen sind optional. Sie lassen sich gegen einen eigenen GPU-Server betreiben, dann bleibt auch der Mailtext im eigenen Netz. Die Abfrage von Datei-Hashes bei VirusTotal ist ausdrücklich ein Opt-in.
Wie hängt der Gateway mit der Malware-Sandbox zusammen?
Anhänge mit aktivem Inhalt, etwa Makros oder ausführbare Dateien, gibt der Gateway an die Malware-Sandbox weiter. Dort werden sie in einer Windows-VM ausgeführt. Das Ergebnis mit Screenshots erscheint direkt in der Quarantäne-Ansicht.

E-Mail-Sicherheit im eigenen Betrieb

Wir zeigen Ihnen den Gateway an Ihrem Mailfluss und planen mit Ihnen, welche Funktionen Sie zuerst einschalten.

So arbeiten wir mit Ihnen zusammen

Wir sehen jedes Projekt als langfristige Partnerschaft, nicht als einmalige Lieferung. Unser Vorgehen hat vier klare Phasen. So wissen Sie immer, was als Nächstes passiert, wer wofür zuständig ist und welche Ergebnisse Sie erwarten.

1. Kostenloses Erstgespräch

Wir lernen Ihre Ausgangslage, Ihre Ziele und Ihre Rahmenbedingungen kennen. In 30 bis 45 Minuten prüfen wir, ob unsere Leistung zu Ihnen passt. Wir zeigen mögliche Wege auf und beantworten Ihre Fragen.

2. Strukturiertes Assessment

Wir erfassen den Ist-Zustand: technisch, organisatorisch und regulatorisch. Sie erhalten eine priorisierte Bewertung mit Stärken, Lücken und Handlungsfeldern. Sie ist die Grundlage für ein belastbares Angebot.

3. Umsetzung mit festem Ansprechpartner

Ein erfahrener Projektleiter führt Sie durch die Umsetzung. Es gibt klare Meilensteine, eine transparente Zeit- und Kostenplanung und einen wöchentlichen Status. Alle Ergebnisse werden dokumentiert und gehören Ihnen.

4. Kontinuierlicher Betrieb & Review

Nach dem Projekt begleiten wir Sie im Betrieb. Dazu gehören Managed Services, regelmäßige Reviews und die Verfolgung offener Maßnahmen. Wir melden uns auch von uns aus bei neuen Bedrohungen, neuen Vorgaben oder Technologiewechseln.