SecTepe Leak-Ingest– geleakte Daten finden, bewerten und melden
Nach einem Ransomware-Angriff landen Ihre Daten oft auf einer Leak-Seite im Darknet. Leak-Ingest erkennt das. Nach Ihrer Freigabe lädt es die Daten, findet Ihre Betroffenen und bereitet die Meldung vor.
Demo anfragenAuf einen Blick
- Täglicher Abgleich mit Opferlisten von Leak-Seiten
- Download nur nach Freigabe je Domain
- Betroffene aus Ihren eigenen Registern erkannt
- Bewertung und Fallakte für Art. 33 und 34 DSGVO
- Arbeitsliste für geleakte Passwörter, ohne Klartext
- Fristen, Löschung mit Nachweis, Audit-Log
Datenleck im Darknet: Sie müssen wissen, was draußen ist
Viele Ransomware-Gruppen stehlen Daten, bevor sie verschlüsseln. Zahlt das Opfer nicht, stellen sie die Daten auf eine Leak-Seite. Dann tickt die Uhr. Eine Datenpanne melden Sie nach Art. 33 DSGVO binnen 72 Stunden, nachdem Sie davon erfahren.
Für diese Meldung brauchen Sie Fakten. Welche Personen sind betroffen? Welche Datenarten? Sind Passwörter dabei? Leak-Ingest beantwortet diese Fragen aus den geleakten Daten selbst. Das Modul ist eine Eigenentwicklung von SecTepe und Teil von SecTepe.Core.
Funktionen im Überblick
Vom ersten Hinweis bis zur gelöschten Kopie: was das Modul für Ihr Team übernimmt.
Darknet-Monitoring der Leak-Seiten
Einmal täglich gleicht das Modul die Opferlisten von Leak-Seiten mit Ihren Domains und Ihrem Firmennamen ab. Treffer landen als Kandidaten bei Ihrem Datenschutzbeauftragten. Heruntergeladen wird dabei nichts.
Download nur mit Freigabe
Ein Download startet nur, wenn eine aktive Freigabe die betroffene Domain abdeckt. Die Freigabe erteilt ein Admin je Domain, auf Wunsch mit Aktenzeichen. Ein Widerruf stoppt weitere Downloads.
Abgleich mit Ihren Registern
Das Modul prüft, wer im Leak zu Ihnen gehört: Nutzer, überwachte Adressen, das DSGVO-Betroffenenregister und Kontakte von Lieferanten. Ein Name allein gilt nur als Hinweis, nicht als Treffer.
Bewertung nach Art. 33 und 34
Sie sehen einen Vorschlag: wie viele Personen, welche Datenkategorien, welche Belege. Ob besondere Kategorien nach Art. 9 oder Strafdaten nach Art. 10 betroffen sind, entscheiden Sie selbst.
Geleakte Passwörter abarbeiten
Gefundene Zugänge erscheinen als Arbeitsliste, Ihre eigenen zuerst. Sie sehen Konto und System, nie das Passwort selbst. Jeden Eintrag markieren Sie als geprüft, gültig, ungültig oder geändert.
Fristen und Löschnachweis
Für Dateien, Index und Fallakte legen Sie je eine Frist fest, immer mit Begründung. Das Modul zeigt, wenn eine Frist abgelaufen ist. Jede Löschung erzeugt einen Nachweis, der erhalten bleibt.
Datenleck prüfen: so läuft ein Fall ab
- Hinweis: Der tägliche Abgleich findet Ihre Domain oder Ihren Firmennamen in einer Opferliste. Eine Domain gilt als starker Treffer, der Name als mittlerer. Branche oder Land allein zählen nicht.
- Freigabe: Ihr Datenschutzbeauftragter entscheidet, ob die Daten geladen werden. Er erteilt die Freigabe für die Domain und startet den Download bewusst.
- Vorab-Blick: Auf Wunsch sichern Sie zuerst nur die Dateiliste der Leak-Seite. Sie können auch nur die Dateien laden, die Zugangsdaten enthalten könnten. Dieser Teil-Datensatz ist als unvollständig markiert.
- Download und Index: Den Download übernimmt ein eigener Dienst der SecTepe Threat Intelligence, getrennt von SecTepe.Core. Er indexiert die Dateien. Den Fortschritt sehen Sie live, auch wenn ein Lauf hängen bleibt.
- Abgleich: Das Modul markiert, welche Personen im Leak Ihre sind. Gefundene Firmen prüft es gegen Ihr Organisations- und Lieferantenregister, gefundene Systeme gegen Ihr Asset-Register.
- Bewertung: Sie erhalten einen Vorschlag für Art. 33 und 34 mit Personenzahl und Datenkategorien. Ist der Index noch nicht fertig, sind die Zahlen als Untergrenze gekennzeichnet.
- Meldung: Mit einem Klick legen Sie die Datenpanne im Datenschutz-Modul an. Es ermittelt Risiko, Meldepflicht und Fristen. Ein zweiter Klick legt keine zweite Meldung an.
- Betroffene: Sie prüfen jede Person und halten fest, wann und wie Sie sie informiert haben, etwa per Brief oder E-Mail. Das Modul dokumentiert die Benachrichtigung, es versendet sie nicht selbst.
- Abschluss: Ihre IT ändert die gefundenen Zugänge. Nach Ablauf der Frist löschen Sie Dateien und Index. Die Fallakte bündelt alles für die Aufsichtsbehörde.
Ist die Leak-Seite offline oder dauert der Download zu lange? Dann kann Ihr Collector vor Ort die gelisteten Dateien von Ihren eigenen Servern liefern. Jede Auswertung sagt dann zuerst, dass es Ihre eigenen Kopien sind und nicht die Daten des Angreifers.
Datenschutz eingebaut: Rollen, Audit, Löschung
Ein Leak enthält Daten fremder Menschen. Darum ist jeder Schritt eng begrenzt und nachvollziehbar.
- Nur Admins: Die Leak-Verwaltung steht nur Mandanten-Admins offen, in der Regel dem Datenschutzbeauftragten.
- Mandantentrennung: Jede Abfrage ist auf Ihren Mandanten begrenzt. Eine fremde Kennung beantwortet das System mit „nicht gefunden“.
- Erst Metadaten: Die Suche zeigt, wer betroffen ist und wo. Den Inhalt eines Datensatzes holt ein Admin einzeln ab.
- Audit-Log: Freigaben, Suchen, Abrufe, Exporte und Löschungen werden protokolliert. Ein CSV-Export der Betroffenenliste wird vorher erfasst. IBANs sind darin maskiert.
- Begründete Fristen: Ohne Begründung lässt sich keine Frist speichern.
- Löschnachweis: Nach dem Löschen des Index schwärzt das Modul die persönlichen Angaben in der Betroffenenliste. Was Sie getan haben, bleibt belegbar.
Die Fallakte nennt offene Fragen zuerst. Fehlt etwa eine aktive Freigabe, steht das ganz oben. So wirkt eine lückenhafte Akte nicht vollständig. Ob Sie geleakte Daten beschaffen und speichern dürfen, klären Sie vorab mit Ihrer Rechts- und Datenschutzberatung. Das Modul dokumentiert Ihre Entscheidung, es ersetzt sie nicht.
Teil von SecTepe.Core
Leak-Ingest ist ein Modul von SecTepe.Core. Es nutzt die Register, die Core ohnehin führt: Nutzer, Betroffene, Lieferanten und Assets. Die Datenpanne entsteht direkt im Datenschutz-Modul.
Den Download und die Indexierung übernimmt dieThreat Intelligence von SecTepe.Core. Sie liefert auch die Opferlisten für dasDark Web Monitoring. Mehr zum Einlesen der Daten lesen Sie im BeitragRansomware-Leaks DSGVO-konform auswerten.
Gefundene Passwörter sind eine Einladung zumCredential Stuffing. Braucht Ihr Team Hilfe, unterstützt unsereIncident Response. Fällt Ihr Unternehmen unter die NIS2-Richtlinie, nutzen Sie die Fakten aus der Fallakte auch für diese Meldung.
Meine Leaks: Self-Service für Mitarbeitende
- Jede Person sieht nur Treffer zu ihren eigenen Adressen, nie die anderer.
- Bis zu fünf private Adressen kommen hinzu, erst nach Bestätigung per Double-Opt-in.
- Angezeigt werden nur Metadaten, etwa „Passwort betroffen“, nie der geheime Wert.
Funktionen im Detail
Datenpanne melden nach Art. 33
Vorschlag mit Personenzahl und Datenkategorien, Meldung im Datenschutz-Modul, Benachrichtigung und Fallakte.
Mehr zur DSGVO-MeldungGeleakte Passwörter abarbeiten
Arbeitsliste für gefundene Zugänge, eigene zuerst, ohne dass ein Passwort sichtbar wird.
Mehr zur Zugangsdaten-TriageMeine Leaks für Mitarbeitende
Jede Person prüft ihre eigenen Adressen selbst, private erst nach Double-Opt-in.
Mehr zu Meine LeaksHäufige Fragen zu Datenleck und Datenpanne
- Datenleck – was tun?
- Erst prüfen, dann melden. Leak-Ingest zeigt, ob Ihre Domain auf einer Leak-Seite auftaucht. Nach Ihrer Freigabe lädt es die Daten, findet die Betroffenen und schlägt eine Bewertung vor. Daraus legen Sie in SecTepe.Core die Datenpanne an. Fristen und Meldepflicht ermittelt das Datenschutz-Modul. Parallel arbeitet Ihre IT die gefundenen Zugänge ab.
- Darf ich geleakte Daten überhaupt herunterladen?
- Das müssen Sie vorab rechtlich prüfen. Wir geben dazu keine Rechtsberatung. Das Modul ist so gebaut, dass diese Entscheidung bewusst fällt: Ohne Freigabe für Ihre Domain gibt es keinen Download. Die Freigabe, ihr Widerruf und jeder Zugriff landen im Audit-Log. Die Fallakte nennt die Freigabe als erste Grundlage.
- Wer sieht die Daten?
- Die Leak-Verwaltung ist nur für Mandanten-Admins freigegeben, in der Regel den Datenschutzbeauftragten. Suchergebnisse zeigen zuerst nur, wer betroffen ist und in welcher Spalte. Den eigentlichen Inhalt eines Datensatzes holt ein Admin gezielt ab, und das wird protokolliert. Mitarbeitende sehen nur Treffer zu ihren eigenen Adressen.
- Wie lange werden die Daten gespeichert?
- So lange, wie Sie festlegen. Es gibt bewusst keinen Standardwert. Sie setzen je eine Frist für Dateien, Index und Fallakte und schreiben eine Begründung dazu. Die Fallakte darf nicht vor den Daten ablaufen. Eine abgelaufene Frist zeigt das Modul deutlich an. Gelöscht wird auf Ihre Anweisung, mit Nachweis.
- Welche Meldepflichten unterstützt Leak-Ingest?
- Die Meldung einer Datenpanne nach Art. 33 DSGVO und die Benachrichtigung Betroffener nach Art. 34. Dazu kommen Auskünfte nach Art. 15: Sie suchen eine Person über alle Datensätze. Für Meldungen nach NIS2 gibt es keinen eigenen Ablauf. Die Fallakte liefert aber die Fakten, die Ihr Team dafür braucht.
- Was passiert mit gefundenen Passwörtern?
- Das Modul zeigt nie ein Passwort an und gibt es auch nicht über die Schnittstelle aus. Sie sehen, welches Konto und welches System betroffen ist und ob das Passwort im Klartext oder als Hash vorliegt. Ihre IT ändert es und hält das Ergebnis fest. Jede Markierung wird protokolliert.
Datenpanne melden, mit belastbaren Zahlen
Wir zeigen Ihnen einen Fall von der Freigabe bis zur Fallakte und klären, was Sie dafür brauchen.
So arbeiten wir mit Ihnen zusammen
Wir wollen lange mit Ihnen arbeiten, nicht nur einmal liefern. Unser Weg hat vier Schritte. So wissen Sie stets, was als Nächstes kommt, wer was macht und was am Ende steht.
1. Erstes Gespräch, kostenlos
Wir lernen Ihre Lage und Ihre Ziele kennen. In 30 bis 45 Minuten prüfen wir, ob wir zu Ihnen passen. Wir zeigen Wege auf und klären Ihre Fragen.
2. Bestandsaufnahme
Wir prüfen, wo Sie heute stehen: bei Technik, Abläufen und Vorgaben. Sie bekommen eine Liste mit Stärken und Lücken, nach Dringlichkeit sortiert. Darauf baut unser Angebot auf.
3. Umsetzung mit festem Kontakt
Eine erfahrene Leitung führt Sie durch das Projekt. Es gibt klare Ziele, einen offenen Plan für Zeit und Kosten und jede Woche einen Stand. Alle Ergebnisse sind dokumentiert und gehören Ihnen.
4. Betrieb und Prüfung
Nach dem Projekt bleiben wir an Ihrer Seite. Wir betreiben Systeme für Sie, prüfen sie in festen Abständen und behalten offene Punkte im Blick. Bei neuen Gefahren oder neuen Regeln melden wir uns von selbst.